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Art. 27 DSGVO

Ihr EU-Vertreter in Deutschland.

Wer ohne Niederlassung in der EU Waren oder Dienstleistungen an Personen in der EU anbietet, benennt nach Art. 27 DSGVO einen Vertreter in der EU. Wir übernehmen diese Rolle – als feste Anlaufstelle für Aufsichtsbehörden und Betroffene, mit klarer Kommunikation zu Ihnen.

Wann die Pflicht besteht

Drei Fragen genügen

Die DSGVO gilt auch für Unternehmen außerhalb der EU, wenn sie den EU-Markt bedienen (Art. 3 Abs. 2 DSGVO). Ein EU-Vertreter ist dann erforderlich, wenn alle drei Punkte zutreffen:

Keine Niederlassung in der EU

Kein Büro, keine Tochtergesellschaft, keine Zweigstelle in einem EU- oder EWR-Staat – etwa Unternehmen aus der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, den USA oder Kanada.

Angebot an Personen in der EU

Sie bieten Waren oder Dienstleistungen in der EU an – entgeltlich oder kostenlos – oder beobachten das Verhalten von Personen in der EU, etwa durch Tracking oder Profiling.

Keine eng gefasste Ausnahme

Die Ausnahme in Art. 27 Abs. 2 DSGVO gilt nur, wenn die Verarbeitung gelegentlich ist, keine besonderen Datenkategorien in größerem Umfang betrifft und voraussichtlich kein Risiko birgt – alle drei Bedingungen zugleich. Wer regelmäßig Kundendaten verarbeitet, erfüllt sie in der Regel nicht.

Was wir übernehmen

Die Anlaufstelle in der EU

  • Aufsichtsbehörden: Wir nehmen Anfragen europäischer Datenschutzbehörden entgegen und koordinieren die Antwort mit Ihnen.
  • Betroffene: Personen in der EU können ihre Rechte (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Widerspruch) an uns richten; wir leiten sie an Sie weiter und behalten die Fristen im Blick.
  • Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten: Auf Anfrage einer Behörde stellen wir Ihr Verzeichnis nach Art. 30 DSGVO bereit.
  • Datenpannen: Bei einem Vorfall sind wir erste Anlaufstelle für die Behörden und unterstützen Sie bei der Meldung nach Art. 33 DSGVO.
  • Kontaktdaten: Sie erhalten unsere Angaben als EU-Vertreter für Ihre Datenschutzerklärung.

EU-Vertreter ist nicht Datenschutzbeauftragter

Der EU-Vertreter (Art. 27) ist Ihre weisungsgebundene Anlaufstelle in der EU – er leitet weiter und kommuniziert, trifft aber keine Entscheidungen. Der Datenschutzbeauftragte (Art. 37) berät, überwacht und schult unabhängig. Beide Rollen können bei uns liegen, bleiben aber getrennt: externer Datenschutzbeauftragter und EU-Vertreter aus einer Hand.

Ablauf

In drei Schritten benannt

  1. Gespräch

    Wir klären Ihre Situation: Welche Daten verarbeiten Sie, welche Personen in der EU sind betroffen, welche Behörden sind zuständig?

  2. Schriftliche Benennung

    Vertrag zur Benennung als EU-Vertreter nach Art. 27 DSGVO. Sie erhalten unsere Kontaktdaten für Ihre Datenschutzerklärung.

  3. Laufender Betrieb

    Wir nehmen Anfragen entgegen, leiten weiter, koordinieren mit Behörden und informieren Sie über relevante Entwicklungen.

Preis

Transparent und planbar

EU-Vertretung

Laufende Vertretung als Anlaufstelle in der EU, inklusive Entgegennahme und Weiterleitung von Anfragen.

150 € im Monat

Einrichtung

Einmalig: Vertrag, Aufnahme Ihrer Verarbeitungen, Bereitstellung der Kontaktdaten für Ihre Datenschutzerklärung.

500 € einmalig

Preise netto zzgl. USt. Angebote richten sich an Unternehmen. Auf Wunsch kombiniert mit der Betreuung als externer Datenschutzbeauftragter.

Laufzeit und Kündigung: Laufende Betreuung standardmäßig 24 Monate, Kündigungsfrist sechs Monate zum Laufzeitende, danach Verlängerung um jeweils 24 Monate – oder nach individueller Vereinbarung im Angebot. Projekte und Einzelaufträge enden mit der Leistung. Abrechnung monatlich, zahlbar in 14 Tagen. Alle Bedingungen in den AGB →
Wir haben bereits einen Vertreter im Vereinigten Königreich – reicht das?
Nein. Seit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gilt es als Drittland. Für Personen in der EU ist ein Vertreter in einem EU-Mitgliedstaat erforderlich, zusätzlich zum UK-Vertreter nach dem dortigen Recht.
Übernimmt der EU-Vertreter die Haftung für unseren Datenschutz?
Nein. Verantwortlich bleibt Ihr Unternehmen. Der EU-Vertreter ist Anlaufstelle und Kommunikationsweg; Behörden können sich an ihn wenden, Entscheidungen trifft weiterhin das Unternehmen.
Brauchen wir zusätzlich einen Datenschutzbeauftragten?
Das hängt von Art und Umfang Ihrer Verarbeitungen ab (Art. 37 DSGVO). Wir prüfen das im ersten Gespräch mit und übernehmen auf Wunsch beide Rollen.

EU-Vertretung. Geregelt.

Nennen Sie uns Ihr Unternehmen und Ihr Angebot in der EU – wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.